Buntes Rettungsboot 3×3 voller AbenteurerInnen

Die Schule 3×3 hat ein  neues Projekt. So ist es entstanden.

Einstieg in das neue Projekt

Das Projekt startet mit einer Phantasiegeschichte. Es war einmal, oder vielleicht auch zweimal, da gab es ein Paradies, Pepperland genannt. Pepperland liegt mitten im Meer. Es ist ein Paradies voller Farben, voller Blumen und voller glücklicher Menschen. Am allerliebsten machen sie Musik, zusammen mit Sergeant Pepper und seiner Lonely Hearts Club Band.
Doch das Paradies hatte einen Feind. Einen bösen Tyrannen, der Musik, Freude und Liebe hasste. Niemand in Pepperland ahnte, dass der Untergang bevorstand. Denn oben auf einer Klippe sammelten sich Soldaten mit recht grossen, sechsfingrigen Händen.  
Es sind die Blaumiesen. «Heute greift ihr an! Heute erlebt Pepperland ein bläuisches Wunder», schreit der Tyrann, Lasst die riesigen grünen Äpfel niederdonnern! 
Die Menschen rennen um ihr Leben und verstecken sich in ihren Häusern. Sie sind vor Angst wie versteinert und erstarrt. 
Auch Sergeant Pepper rennt wie verrückt. Er darf nicht erwischt werden, denn seine Band macht die Musik, die den Menschen hier so gut tut. Die Musiker sind gerade daran, ihre Instrumente zu stimmen als der Sergeant angerannt kommt und keucht. „Die Blaumiesen kommen. Wir müssen wegrennen.“ Doch die Musiker sagen: „ Das kann nicht sein. Das wagen die nicht. Wir sind eine so gute Band, uns lassen sie in Ruhe.“
Weit gefehlt! 
Der Blaumiesentyrann lacht nur, als er Sergeant Pepper sieht: „ Da rennt noch einer! Hach! Das ist der Musikus! Glove, fang ihn! Nimm ein Netz mit!
Glove ist ein fliegender Handschuh. Er fliegt zum Haus wo die Musiker proben und wirft das Netz darüber. Sie sind gefangen. Nur einer kann entwischen, ein junger Mann. Er sieht, wie graue Nebel aufsteigen und Pepperland zudecken. Es ist ein graues Schattenland geworden. Der junge Mann rennt ans Meer zu einem uralten Bootshaus. Er erinnerte sich plötzlich, dass sein Grossvater einmal mit ihm hineingegangen ist. Da war ein buntes U-Boot drin. Damit sind vor vielen Jahren die Musiker nach Pepperland gekommen. Der junge Mann kann die Türe zum Bootshaus aufbrechen und ins U-Boot einsteigen und losfahren. Er will Hilfe holen, um die Blaumiesen zu besiegen und aus dem Schattenland wieder ein glückliches Land voller Farben, Freude und Musik zu machen. Er fährt nach London, um die Beatles zu holen. So beginnt der Comic „The Beatles Yellow Submarine“ von Bill Morrison.

Erste Impulse der Kinder der Schule 3×3
Es soll das Projekt der Kinder werden. Deshalb bitte ich sie um Vorschläge, wer Pepperland retten kann. Alle sind sich einig, das kann nur die Schule 3×3 sein. Das Yellow Submarine fährt nach Männedorf. Die Kinder erfinden einen neuen Namen, „Buntes Rettungsboot 3×3 voller  AbenteurerInnen. Schnell kommt eine Besatzung für das U-Boot zusammen

Frau Baumgartner, Kapitän
Thilda, Steuerfrau
Sergio, Zahlmeister, Musiker
Maël, Zeichner, Forscher
Levin, Forscher Koch
Charles, Koch, Funkmaat
Oscar, Koch, Funkmaat
Diego, Forscher
Kaely, Zeichnerin und Koch
Dylan, Forscher und Matrose
Ennio, Koch, Navigator 
Samira, Zeichnerin, Koch

Die Kinder üben ihren Job zum ersten Mal aus.
Die Zeichner machen Entwürfe für das Geld, das auf unserem „Bunten Rettungsboot 3×3 voller AbenteurerInnen“ gültig sein soll. 

Die Zeichner entwerfen Münzen und Noten für das Geld für die Schule 3×3.

Die Köche stellen Menus zusammen für die ersten drei Tage an Bord. Hier ein Beispiel für ein Tagesmenü:

Mittagsmenü
Kürbissuppe
Hähnchenschnitzel mit Reis mit Currysauce.

Abendmenü
Nüsslisalat
Spaghetti Bolognese
Fruchtjoghurt

Kosten für das Mittagsmenü
1- 1,20Fr.
2- 8,50Fr.
3- 2,70Fr.
Gesamter Betrag etwa 12.40Fr.

Kosten für das Abendmenü
1- 5,50Fr.
2- 8,50Fr.
3- 2,00Fr.
Gesamter Betrag etwa 16,00Fr.

Einkaufsort
Aldi, Migros

Die Funker suchen einen Wasserweg von Männedorf aus ans Meer. Es gibt fünf

Die Antworten der Kinder

Variante 1
Wir tauchen nach Zürich. Dann weiter Limmat – Aare- Rhein- Rhein-Rhone-Kanal- Canal du Centre- Loire- bei der französischen Stadt Nantes ins Meer und bei Saint-Nazaire in den Atlantik. Dort hat es auch einen grossen U-Boot Hafen.

Variante 2
Zürichsee- Limmat- Aare- Bielersee- Zihlkanal- Neuenburgersee- Thielle-  Orbe- Genfersee-
Rhone und fliesst bei Port-Saint-Louis-du-Rhône ins Mittelmeer.

Variante 3
Limmat – Aare – Rhein- und bei Rotterdam ins Meer.

Variante 4
Dieser Weg wäre spannend, aber zu teuer für uns. 
Einer der Funker möchte unbedingt in Venedig ins Meer kommen, weil es dort sehr viele Kanäle hat. Leider gibt es keinen Wasserweg von Männedorf bis zum Lago Maggiore. Man müsste das U-Boot auf die Bahn verladen. Oder man könnte das Abwasserkanalsystem nutzen. Vom Lago Maggiore aus geht es im neu renovierten Kanale Naviglio Grande nach Mailand und von da via den Flüssen Ticino und Po bis zum Meer nach Venedig.

Variante 5
Diese Art zu reisen, wäre abenteuerlich, aber viel, viel zu teuer für uns. 

Wir rufen die Rega an und bestellen einen Hubschrauber. Die Rega will wissen, wieso wir einen Hubschrauber haben wollen. „Wir haben ein U-Boot und müssen zum Mittelmeer.“ Der Pilot ist sehr schockiert, er sagt aber:“ Gut wir kommen mit dem Hubschrauber, wo befindet ihr euch?“ Sie beantworten die Fragen und schon nach fünf Minuten ist der Regahubschrauber da, bindet das U-Boot an, alle steigen ein und los geht die Fahrt bis zum Mittelmeer. Nach einem zweistündigen Flug kommen sie endlich in Genua  an, wassern das U-Boot und los geht die Reise.

So und nun die Geschichte von heute.

Frau Kapitän und die Steuerfrau haben entschieden, dass wir via Rotterdam fahren. Eigentlich alle Kinder möchten, dass das Bunte Rettungsboot 3×3 ein U-Boot bleibt. Alle finden, es sei so spannend, was wir alles entdecken können, was wir sonst nie so sehen. Doch wir müssen euch vorerst enttäuschen, denn bis Rotterdam wird das U-Boot so schnell wie fahren wie es nur geht. 
Übrigens, der junge Mann, der das U-Boot zur Schule 3×3 gebracht hat, möchte gerne in Männedorf bleiben, weil er denkt, dass das eine so grosse Besatzung ist, da braucht es ihn nicht. Keine Zeit vergeuden! Wir tauchen ab! Die Besatzung macht es sich gemütlich. Zum Glück hat einer der Matrosen ein paar Spiele eingepackt. Frau Kapitän und die Steuerfrau sind im Steuerraum. Alles ruhig. Eben machen sich die Köche auf den Weg in die Kombüse, und die anderen fangen an den Tisch zu… als ein Heulen und Schreien ins U-Boot dringt und dazu ein ohrenbetäubendes lautes Summen und Tosen. Das U-Boot schaukelt und dreht sich um sich selber. Alle rennen in den Steuerraum. Kommt helft das Steuerrad festhalten! Doch wir schaffen es nicht, das Rad dreht sich mit voller Wucht. Wir spüren wie ein Strudel uns erfasst und dann spüren wir den Aufprall auf dem Grund. Irgendetwas muss kaputt sein, das Steuer ist jetzt blockiert. Das Wasser macht mit dem Boot was es will. Es fährt in einer Kurve nach rechts und dann nach links und dann ein so harter Stopp, dass wir alle am Boden liegen. Das Boot ist auch ruhig, nur das Heulen, Summern, schreien geht weiter. Die zwei Matrosen stehen als erste auf und schauen aus den Bullaugen.
«Wir liegen auf einem Felsen. Kommt alle und schaut das an! Wow! Wir liegen unten an einer hohen Felswand. Und jetzt kann ich sehen, woher das Tosen kommt. Schaut! Da auf der anderen Seite stürzt ein Wasserfall in den Fluss.» Ein Funker schaut auch und ruft: Ich glaube es nicht, da kommen zwei Felswände fast zusammen im Wasser. Kein Wunder, dass wir aufgefahren sind.»
Frau Kapitän läutet mit der Glocke: Alle in den grossen Raum.
Zum Glück können alle ohne grosse Probleme aufstehen.
Frau Kapitän spricht: Ich kann es fast nicht glauben, dass mir dieser grosse Fehler passiert ist. Seit Urzeiten erzählt man sich, dass kurz nach der Grenze der gefährlichste Flussabschnitt kommt. Mit den Felsen die den Fluss einengen, mit den Untiefen und der berüchtigten Sandbank, die schuld ist, dass ein Strudel entsteht. Viele Schiffer sind hier ums Leben gekommen. Aber ich dachte immer, das sei alles nur ein Märchen, wie das von der Loreley, die ihr goldenes Haar kämmt und die Schiffer schauen nur auf sie und fahren in die Felsen und sterben. Es gibt ja ein berühmtes Lied dazu. Es ist auch in unserem Liederbuch.
Was machen wir nun? Als erstes müssen wir schauen, ob das U-Boot in Ordnung ist. Dann müssen wir die Umgebung erforschen. Je nach dem müssen wir Hilfe holen.
Ihr habt nun zwei Wochen Zeit euch Gedanken zu machen über diese Situation. 
Doch als Aufgabe für heute machen die Zeichner eine Zeichnung zu dieser Felslandschaft.  

Schule 3×3 : Coronavirus = 1:0
Avenger of learning

Wie kannst du lernen ohne Schulunterricht?

Und hier die Antworten der Kinder:

Beispiel 1
Ich kann lernen per Email und die Fragen auf dem Computer beantworten. Oder wenn ich nicht mehr weiter komme, könnte ich Videanruf machen oder nur per Telefon. Ich brauche einen Computer und klare Aufgaben wie zum Beispiel Durchrechnungen und Richtig Deutsch. Wenn ich nicht mehr weiter komme, nehme ich Material zu mir und lege die Aufgabe hin. Oder ich schreibe sie auf eine Makulatur auf und rechne sie so aus.

Beispiel 2
Aufgaben erledigen wie in der Schule mit Checklisten und Arbeitsblätter zum Ausfüllen. Ich brauche einen Timer damit ich weiss, wieviel Zeit ich für die Arbeiten habe. Ich wünsche mir auch Unterstützung per Telefon oder Mail, wenn ich etwas nicht verstehe.

Beispiel 3
Ich konzentriere mich wie wenn ich in der Schule wäre. Ich brauche Kontakt mit der Lehrerin, damit sie mir die Hausaufgaben geben kann.

Beispiel 4
Am Arbeitstisch wo ich auch sonst immer Aufgaben mit meinem Papi mache. Konzentration ist wichtig. Ich brauche Lernmaterial, gutes Zureden der Eltern, Geduld und Disziplin. Selbstvertrauen. Zwischendurch Pausen machen und gut arbeiten.

Beispiel 5
Ich kann zuhause jeden morgen mit meinem Vater lernen. Ich brauche Aufgaben per post oder e-mail. Ich habe zuhause meinen eigenen Pult zum arbeiten. Ich brauche einen Vater der kontrolliert. Ich finde es wichtig, dass es jeden Tag Aufgaben gibt.

Beispiel 6
Über eine Webseite könnte man lernen, Arbeitsblätter. Man könnte ein Whatsapp Gruppe machen (Hilfechat) oder eine OnlineShareplform. Mir ist wichtig, dass alle mitschaffen. Dass man sich austauschen kann und dass es gute Erklärungen gibt.